Counter - Strike

Counter-Strike

Counter-Strike
Counter-Strike
Entwickler: Valve
Verleger: EA Games (ursprünglich Sierra Entertainment)
Publikation: 8. November 2000 (Verkaufsversion)
Plattform(en): Windows
Engine: GoldSrc
Genre: Online-Taktik-Shooter
Spielmodi: Multiplayer
Steuerung: Tastatur und Maus
Systemminima: Prozessor mit 200 MHz, 32 MB RAM, 3D-Grafikkarte, Internet-Breitbandverbindung wird empfohlen
Medien: 1 CD-ROM oder Download per Steam
Sprache: mehrsprachig
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 16+

 

USK:
USK ab 16 freigegeben

 

Counter-Strike [ˈkaʊntəˌstɹaɪk], kurz CS, (engl. für Gegenschlag) ist ein Computerspiel für den PC aus dem Genre der Online-Taktik-Shooter. Das erstmals am 19. Juni 1999 veröffentlichte Spiel ist eine Modifikation des Ego-Shooters Half-Life und wurde besonders durch LAN-Partys und das Internet bekannt. Counter-Strike wurde von einer von Minh Le („Gooseman“) und Jess Cliffe („cliffe“) geleiteten privaten Gruppe entwickelt, deren Mitglieder heute zum Teil für das Unternehmen Valve arbeiten. In dem Spiel geht es um Gefechte zwischen Terroristen und einer Antiterroreinheit, bei denen bestimmte Aufträge erfüllt werden müssen.

Seit der Veröffentlichung von Version 1.0 am 8. November 2000 ist Counter-Strike eines der populärsten und meistgespielten Online-Actionspiele und das meistgespielte Spiel im E-Sport.

Grundlagen

Inhalt des Spieles ist ein taktisch geprägter Kampf zwischen zwei Gruppen, den Terroristen („T“) und der Antiterroreinheit (engl. „Counter-Terrorists“, „CT“), einer polizeilichen Sondereinheit. Je nach Szenario erhalten die Teams verschiedene Aufträge, deren Erfüllung das jeweils gegnerische Team verhindern muss.

Durch Eliminierung der gegnerischen Spieler oder Erfüllung von Missionszielen erhält der einzelne Spieler Punkte sowie Geld. Die Missionsziele sind meist entweder für die Antiterroreinheit das Befreien von Geiseln oder für die Terroristen das Legen einer Bombe (C4). Für Abschüsse eigener Teammitglieder oder Geiseln werden dem jeweiligen Spieler Geld und Punkte abgezogen.

Das Spiel basiert auf einzelnen Runden. Die beiden Gruppen starten an zwei festgelegten Punkten auf der Spielkarte, den Spawn-Zonen. Jeder Spieler kann von seinem virtuellen Geldkonto zu Anfang jeder Spielrunde Waffen und sonstige Ausrüstung (Handgranaten, Schutzwesten, etc.) kaufen. Eine Runde endet gewöhnlich wenn die Missionsziele erfüllt wurden, nach einem Zeitlimit von üblicherweise 5 Minuten oder wenn eines der Teams eliminiert wurde. Im Gegensatz zu Deathmatch-Spielen können Spieler, welche während einer Runde abgeschossen wurden, erst wieder in der nächsten Runde mitspielen und sind bis dahin Zuschauer. Spieler, welche die Runde überlebt haben, können ihre verbliebenen Waffen, Ausrüstungsgegenstände und Munition in der nächsten Runde weiterverwenden. Das Geld bleibt auch nach dem virtuellen Tod der Spielfigur erhalten und wird nur zurückgesetzt, wenn der Spieler beispielsweise das Team wechselt oder an einem neuen Match teilnimmt.

Jeder Spieler startet zu Beginn einer Runde mit 100 Lebenspunkten. Sobald die Lebenspunkte auf Null reduziert wurden, bedeutet dies den Tod der Spielfigur. Lebenspunkte werden typischerweise durch Beschuss gesenkt, können aber auch durch den Fall aus großer Höhe, durch Explosionen oder durch sonstige Umweltgefahren in den einzelnen Spielkarten beeinträchtigt werden. Der Schaden ist davon abhängig, wo die Spielfigur getroffen wurde. So verursacht ein Kopfschuss, welcher häufig schon tödlich ist, deutlich mehr Schaden, als ein Treffer in die Beine. Zudem ist der Schaden von der verwendeten Waffe abhängig. Solange die Spielfigur noch lebt, hat eine bloße Reduzierung der Lebenspunkte keine schädlichen Nebeneffekte, beispielsweise kann eine Spielfigur mit einem Lebenspunkt noch genauso schnell laufen, wie mit 100.

Schnittstelle

Benutzeroberfläche von Counter-Strike

Counter-Strike wird mit Tastatur und Maus gespielt. Zur Bewegung der Spielfigur wird genretypisch die WASD-Tastenbelegung verwendet: Mit W läuft man vorwärts, mit S rückwärts. Mit A und D geht man seitwärts (engl.: "Strafen"). Weitere Tasten erlauben es dem Spieler unter anderem, zu springen, sich zu ducken, zu schleichen, Objekte zu benutzen und mit Mitspielern zu chatten. Der Spieler kann die Tastenbelegung nach eigenen Wünschen anpassen.

Die Maus wird zum Ändern der Blickrichtung und zum Zielen benutzt. Durch das Drücken der linken Maustaste wird die Waffe ausgelöst, mit der rechten Maustaste kann der Spieler je nach Waffe beispielsweise den Schussmodus umschalten, einen Schalldämpfer montieren oder durch das Zielfernrohr schauen. Falls die Maus ein Scrollrad besitzt, kann damit durch die mitgenommenen Waffen gewechselt werden.

Während des Spiels werden auf dem Bildschirm verschiedene Informationen angezeigt. Im oberen linken Bereich befindet sich das „Radar“, das die Positionen der Teammitglieder im Vergleich zur eigenen Position darstellt. Oben rechts befindet sich ein Symbol, das anzeigt, ob die Taschenlampe eingeschaltet ist, darunter werden alle Abschüsse, die betroffenen Spieler und die verwendete Waffe aufgelistet. Im unteren Bereich befindet sich die Anzeige der Lebenspunkte, die Rüstungsanzeige, welche den Status der Schutzweste anzeigt, die verbleibende Rundenzeit sowie am rechten Rand das eigene Geld sowie die Menge an Munition, die sich in der aktuellen Waffe befindet bzw. als Reserve dabei ist.

Szenarien und Spielkarten

Mit Counter-Strike werden mehrere Karten (so genannte „Maps“) mitgeliefert. Jede Map enthält eine relativ realitätsnahe dreidimensionale Darstellung des jeweiligen Einsatzortes. Neben Straßen, Gebäuden, Räumen und sonstigen Objekten sind in jeder Map auch die Startpunkte der jeweiligen Teams sowie, je nach Szenario, beispielsweise die Startpunkte der Geiseln oder die Positionen zur Platzierung der Bombe festgelegt. Der Name der Spielkarte beginnt üblicherweise mit einem Kürzel, wodurch das verwendete Szenario angezeigt wird.

In Counter-Strike gibt es vier offizielle Szenarien. Davon durchgesetzt haben sich nur das Geiselrettungs-Szenario und das Bomben-Entschärfungs-Szenario.

Beim Geiselrettungs-Szenario (engl. „Hostage-Rescue“, cs_Kartenname) befinden sich in der Nähe des Terroristen-Startpunkts drei oder vier computergesteuerte Geiseln, welche von der Antiterroreinheit befreit und in eine Rettungszone eskortiert werden müssen. Dazu müssen die Counter-Terroristen die Geiseln erreichen und sie durch Drücken einer Taste ansprechen, woraufhin diese dem Spieler hinterherlaufen. Die schlechte künstliche Intelligenz und die mangelhafte Kontrolle der Geiseln führen dazu, dass dieses Szenario in Clan-Wars gemieden wird. Das Geiselrettungs-Szenario war das ursprüngliche Szenario von Counter-Strike, und zudem das einzige, das in frühen Beta-Versionen vorhanden war.

Das Entschärfungs-Szenario (engl. „Defusion“, de_Kartenname) ist das in Ligen übliche Szenario. Einer der Terroristen startet mit einer C4-Sprengladung, welche an einem von zwei speziell markierten Plätzen gelegt werden kann. Ziel der Terroristen ist es, die Bombe zu legen und so lange zu verteidigen, bis der Zeitzünder abgelaufen ist. Die Antiterroreinheit muss entweder das Legen der Bombe verhindern, die Terroristen ausschalten oder die platzierte Bombe entschärfen. Hierbei reduziert ein Entschärfungs-Set, welches man am Anfang der Runde erwerben kann, den erforderlichen Zeitaufwand.

Neben diesen beiden Szenarien wurden während der Entwicklung noch zwei andere Szenarien implementiert, welche aber wenig beliebt waren: Beim Escape-Szenario (engl. für Flucht) starten die Terroristen ohne die Möglichkeit, Ausrüstung zu kaufen und müssen eine festgelegte Rettungszone erreichen. Beim Assassination-Szenario (engl. für Anschlag) ist das Ziel der Terroristen, zu verhindern, dass ein VIP im Team der Antiterroreinheit eine festgelegte Rettungszone erreicht.

Da für das Spiel mit Hilfe des Hammer Editors eigene Karten erstellt werden können, stellen viele Hobby-Designer weitere Karten zum Herunterladen ins Internet. Einige entsprechen den üblichen Counter-Strike-Szenarien, andere verändern das Spielprinzip teilweise erheblich.

Charaktere

Von der VIP im Assassination-Szenario abgesehen gibt es in Counter-Strike acht spielbare Charaktere, von denen pro Team vier auswählbar sind. Die Spielfiguren unterscheiden sich bis auf ihr Aussehen nicht in ihren Eigenschaften und Fähigkeiten, es handelt sich also um keine Charakterklassen.

Im Team der Antiterroreinheit kann der Spieler zwischen der französischen Groupe d’Intervention de la Gendarmerie Nationale (GIGN), dem britischen Special Air Service (SAS), den United States Navy SEALs und der deutschen GSG 9 wählen. Die auswählbaren Spielfiguren im Lager der Terroristen entsprechen dagegen keinem realen Vorbild und sind erfunden.

Waffen und Ausrüstung

 
Die AK-47, eine Waffe der Terroristen

Die Waffen von Counter-Strike werden in drei Kategorien eingeteilt: Primärwaffen (Shotguns, Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Scharfschützengewehre und Maschinengewehre), Sekundärwaffen (Pistolen) und sonstige Ausrüstung (beispielsweise Granaten). Zusätzlich besitzt jeder Spieler ein Messer, welches im Nahkampf gebraucht werden kann. Getragen werden kann maximal eine Primärwaffe, eine Sekundärwaffe und vier Granaten (maximal eine hochexplosive Granate, zwei Blendgranaten („Flashbangs“) sowie eine Rauchgranate).

Das Arsenal ist realen Waffen und Ausrüstungsgegenständen nachempfunden. In der Verkaufsversion wurden die Waffennamen aus Gründen des Markenrechts zum Teil verfremdet. So wurde beispielsweise aus der SIG 552 die „Krieg 552“ und aus der Steyr Scout die „Schmidt Scout“.

Der Großteil der Waffen kann von beiden Teams gekauft werden. Allerdings kann zum Beispiel die AK-47 (in machen Versionen als „CV-47“ bezeichnet) nur von den Terroristen gekauft werden, während die M4A1 nur von der Antiterroreinheit gekauft werden kann. Fallengelassene Waffen des anderen Teams können aber aufgehoben und benutzt werden.

Ballistik und Wirkung der im Spiel verwendeten Modelle stimmen nicht mit denen realer Waffen überein, vielmehr wurden beide Faktoren an die Bedürfnisse des zugrundeliegenden Spielmechanismus angepasst.

Kommunikation

Klassischerweise bietet Counter-Strike eine Chatfunktionalität. Wie in allen bekannten Mehrspielertiteln kommt hier häufig abkürzend die Spielersprache zum Einsatz.

Eine weitere Kommunikationsoption ist die integrierte Sprach-Kommunikationssoftware (Voice-Tool), die es den Spielern ermöglicht, direkt mittels eines Mikrofons oder eines Headsets mit den Teamkameraden zu kommunizieren. Zudem stehen vorgefertigte Sprach-Samples (Radio-Commands) zur Verfügung, welche entweder über ein Menü im Spiel oder direkt per Tastendruck ausgelöst werden können. Beispiele sind „Roger that!“ für eine Bestätigung oder „Need backup!“ zum Rufen von Hilfe. Diese werden dann bei den anderen Teammitgliedern abgespielt und es entsteht der Eindruck von Funkverkehr.

Eine andere Möglichkeit der Verständigung bietet auch externe Voice-Software wie zum Beispiel Teamspeak, Skype, Ventrilo, oder vereinzelt Battlecom, welche man neben dem Spiel starten und sich über diese statt über die im Spiel integrierten Kommunikationsmittel verständigen kann.

Entwicklungsgeschichte

Versionsgeschichte
  • Beta 1.0 – 19. Juni 1999
  • Beta 1.1 – 27. Juni 1999
  • Beta 1.2 – 20. Juli 1999
  • Beta 2.0 – 13. August 1999
  • Beta 2.1 – 17. August 1999
  • Beta 3.0 – 14. September 1999
  • Beta 3.1 – 16. September 1999
  • Beta 4.0 – 5. November 1999
  • Beta 4.1 – 1. Dezember 1999
  • Beta 5.0 – 23. Dezember 1999
  • Beta 5.2 – 10. Januar 2000
  • Beta 6.0 – 10. März 2000
  • Beta 6.1 – 24. März 2000
  • Beta 6.2 – 26. März 2000
  • Beta 6.5 – 5. Juni 2000
  • Beta 6.6 – 22. Juni 2000
  • Beta 7.0 – 26. August 2000
  • Beta 7.1 – 13. September 2000
  • 1.0 – 8. November 2000
  • 1.1 – 10. März 2001
  • 1.2 – 12. Juli 2001 (nur für Verkaufsversion)
  • 1.3 – 19. September 2001
  • 1.4 – 24. April 2002
  • 1.5 – 12. Juni 2002
  • 1.6 – 12. September 2003 (mit Steam)

Nachfolgespiele
  • CS für Xbox – 3. Dezember 2003
  • CS: Condition Zero – 1. März 2004
  • CS: Source – 1. November 2004

Die Entwicklung von Counter-Strike begann als Freizeitprojekt von einer kleinen Gruppe um Minh Le („Gooseman“) und Jess Cliffe. Die erste Beta-Version der Half-Life-Modifikation wurde nach wenigen Wochen Entwicklungszeit am 19. Juni 1999 kostenlos veröffentlicht. Diese enthielt nur das ursprüngliche Geiselrettungs-Szenario, nur wenige Waffen und nur vier Spielkarten. Danach folgten weitere Beta-Versionen in denen viele Fehler behoben wurden und weitere Waffen und Spielkarten integriert wurden. Mit der Beta 4 wurde das Bombenentschärfungs-Szenario integriert, mit Beta 6 die restlichen zwei Szenarien.

Version 1.0 wurde am 8. November 2000 veröffentlicht und enthielt drei neue Waffen und verbesserte Spielermodelle, inzwischen wurde das Team von Valve angeworben. Ab dann war Counter-Strike in zwei Versionen erhältlich: Weiterhin als kostenlose Mod von Half-Life, aber auch zusätzlich als Kaufversion, welche über Sierra Entertainment als eigenständiges Spiel vertrieben wurde. Version 1.1 erhielt weiter verbesserte Spielermodelle und neue Spielkarten sowie einen Zuschauermodus. Version 1.2 wurde nur für die Kaufversion veröffentlicht, und enthielt die Half-Life-Mod Deathmatch Classic, welche die Benutzer der Mod-Version schon durch einen Half-Life-Patch erhalten hatten. Version 1.3 ermöglichte den Spielern, über Mikrofon bzw. Headset während des Spiels miteinander zu kommunizieren und enthielt weitere kleinere Verbesserungen. Version 1.4 war die erste Version, welche auch testweise über Steam spielbar war. Daneben integrierte Valve das Anti-Cheat-System VAC. Version 1.5 war die letzte Version, welche ohne Steam benutzt werden konnte. In ihr wurden viele Probleme behoben, die Mod Ricochet integriert und eine neue Spielkarte eingefügt.

Die finale Version von Counter-Strike trägt die Versionsnummer 1.6, läuft nur unter Steam und fasst alle weiteren Versionsupdates zusammen. Integriert wurden unter anderem tragbare Schutzschilde für die Antiterroreinheit, weitere Waffen, sowie In-Game-Werbung.

Stellung im E-Sport

 
Spieler-Anteile der Online-Shooter 2007

Siehe auch: E-Sport

Counter-Strike wird weltweit professionell gespielt und ist bei rund 50.000 bis 200.000 Spielern, die das Spiel zu jedem beliebigen Zeitpunkt online spielen, der meistgespielte Online-Shooter. Den internationalen Durchbruch erreichte Counter-Strike, als es am 14. März 2001 Quake 3 als offizielles Turnierspiel des CPL World Championship Event verdrängte.

National und international ist Counter-Strike eines der bekanntesten E-Sport-Spiele. Neben Amateur- und Freizeitligen existieren internationale Profiligen, in denen anerkannte Meisterschaften und internationale Wettkämpfe stattfinden. Neben speziellen Counter-Strike-Ligen haben fast alle Multigame-Ligen das Spiel im Programm. In den Profiligen sind international Siegprämien in Höhe von mehreren 10.000 Euro verbreitet. In den Counter-Strike Wettbewerben 2006 und 2007 wurden jeweils Preisgelder von insgesamt über 1.000.000 US$ an die Mannschaften ausgeschüttet. Mit einem Preisgeld von 185.000 US$ waren die Intel Summer Championships das bislang höchst dotierte Counter-Strike-Turnier.

Bedeutende Wettkämpfe (International)
  • World Cyber Games
  • Electronic Sports World Cup
  • ESL Intel Extreme Masters
  • KODE5
  • Cyberathlete Professional League
Bedeutende Wettkämpfe (National)
  • ESL Pro Series

Kritik

Counter-Strike wurde von der Presse gut aufgenommen, erreichte einen Metascore von 88% und erhielt folgende Auszeichnungen und Platzierungen (chronologisch)

  • Best Online Game (2000) – Gaming Age
  • Action Game of the Year (2000) – Gamepen.com
  • Action Game of the Year (2000) – Actiontrip.com
  • Online Game of the Year (2000)GameSpot UK and US
  • Special Award for Multiplayer Gaming (2000) – Gamespy.com
  • Action Game of the Year (2000)GameSpot US, Readers Choice 
  • Game of the Year (2000) – VoodooExtreme, Readers Choice
  • Best Multiplayer (2000) – Electronic Playground
  • Revolutionary PC Game (2000) – Game Revolution
  • Best Online Game (2000) – Game Revolution
  • Online Game of the Year (2000) – Computer Games
  • Game of the Year (2000) – Gamers.com
  • Best Multiplayer Game (2001) – Game Developer Spotlight Awards
  • Special Achievement in Gaming (2001) – Game Developer Spotlight Awards
  • Game Innovation Award (2001)Game Developers Choice Awards
  • Rookie Studio Award (2001)Game Developers Choice Awards
  • Platz 29 in GameSpy’s 2001 Top 50 Games of All TimeGameSpy
  • Platz 83 in IGN’s 2003 List of 100 Greatest Games of All TimeIGN
  • Platz 49 in GameFAQ’s 2005 Top 100 Games of All Time – GameFAQ’s
  • Platz 71 in IGN’s 2005 List of 100 Greatest Games of All TimeIGN
  • Platz 12 in Top 2007 des 105 meilleurs FPS de tous les tempsNoFrag

Cheating

Viele Programmfehler (sogenannte Bugs) in Counter-Strike lassen sich auf Fehler der Half-Life-Engine oder des Mapdesigns zurückführen. Es ist beispielsweise an manchen Stellen möglich, durch geschicktes Aufeinanderspringen („Räuberleiter“) den vorgesehenen Spielbereich zu verlassen, oder Blendgranaten in bestimmte Ecken zu werfen, wodurch eigentlich unbeteiligte Spieler trotzdem geblendet werden. Die Electronic Sports League verbietet das Ausnutzen von solchen Fehlern.

Counter-Strike ist aufgrund seiner großen Verbreitung ein beliebtes Ziel von Cheatern. Es existieren beispielsweise Programme und Modifikationen, um Spieler durch Wände hindurch zu sehen (beispielsweise durch „Wallhacks“ oder manipulierte, extragroße Spielermodelle), Blend- und Rauchgranaten unwirksam zu machen, oder automatisch auf den Gegner zu zielen („Aimbots“).

Neben Valves eigenem Anti-Cheat-System VAC existieren auch Fremdprogramme wie Cheating Death und PunkBuster zur Cheat-Bekämpfung.

Counter-Strike als „Killerspiel“

Hauptartikel: Gewalt in den Medien

Counter-Strike wird oft als „Killerspiel“ bezeichnet, da man mit Waffen auf menschlich aussehende Gestalten schießt. Mit steigendem Bekanntheitsgrad von Counter-Strike wurde das Spiel regelmäßig als prägnantes Beispiel für Gewalt in Computerspielen angeführt.

2002 bearbeitete die damalige Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (heute: Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) einen Indizierungsantrag zu Counter-Strike. Nach dem Amoklauf von Erfurt am 26. April 2002 gipfelte die öffentliche Diskussion zu diesem Thema. Zur Untersuchung lud die BPjS erstmals Vertreter der Spielergemeinschaft ein. Am 16. Mai 2002 gab die BPjS bekannt, sie stelle eine gewisse Jugendgefährdung fest, die jedoch nicht für eine Indizierung ausreiche. Zur Begründung wurde beispielsweise herangezogen, dass man das Spielziel auch ohne Töten der Gegner erreichen kann und in der Spielergemeinschaft vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten – besonders auf LAN-Partys – genutzt werden. Gleichzeitig drängte die BPjS auf eine Novellierung des Jugendschutzgesetzes, die Juni 2002 beschlossen und zum 1. April 2003 umgesetzt wurde. 

Die zum Teil zensierte deutsche Version von Half-Life wurde zusammen mit dem Counter-Strike Mod von der USK ab 16 Jahren freigegeben. In ihr fließt kein oder lediglich gelbes Blut, ausgeschaltete Gegner fallen nicht zu Boden, sondern kauern sich kurz zusammen, bevor sie verschwinden. Die Counter-Strike:Source-Version aus dem „Valve Multiplayer Pack“ wurde ab 16 Jahren freigegeben und beinhaltet rotes Blut.

Die englische Originalversion hat keine Jugendfreigabe erhalten und ist somit erst ab 18 Jahren erhältlich, die Überlassung entsprechender Software an Jugendliche unter 18 Jahren ist nach deutschem Recht illegal.

Der Amokläufer von Emsdetten vom 20. November 2006 soll laut Zeitungsberichten neben anderen Ego-Shootern auch regelmäßig Counter-Strike gespielt und seine eigene Schule als Counter-Strike-Level nachgebaut haben. Auch der Amokläufer von Winnenden soll laut Zeitungsberichten viel Zeit mit „Killerspielen“ verbracht haben. Counter-Strike sei auf seinem Computer installiert gewesen.

Xbox-Version

Aufgrund des großen Erfolges von Counter-Strike veröffentlichte Valve am 5. Dezember 2003 für 60 Euro eine Portierung für die Xbox. Diese Version enthält computergesteuerte Gegner (Bots), gegen die man antreten kann, alternativ ist das Spielen im Internet über das kostenpflichtige Xbox-Live-System möglich. Kritisiert wurde der hohe Preis, sowie die mangelhafte Präzision der Steuerung mit dem Gamepad, welche der klassischen Steuerung mit Maus und Tastatur deutlich unterlegen sei.

Counter-Strike: Condition Zero

Counter-Strike: Condition Zero
Counter-Strike: Condition Zero
Entwickler: Valve
Publikation: 1. März 2004
Plattform(en): Windows
Engine: GoldSrc
Spielmodi: Singleplayer, Multiplayer
Systemminima: Prozessor mit 500 MHz, 96 MB RAM
Medien: 1 CD-ROM oder Download per Steam
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 16+

 

USK:
USK ab 18

 

Nach langer Entwicklungszeit kam 2004 Condition Zero (kurz CS:CZ) in den Handel, eine vor allem für Einzelspieler ausgelegte, grafisch verbesserte Variante des Spiels.

Während der Programmierung wurde das Entwicklerteam häufiger gewechselt: nach Rogue Entertainment und Gearbox übernahm Ritual Entertainment das Projekt. Die Turtle Rock Studios führten es zum Abschluss.

CS:CZ bietet zwei Einzelspieler-Spiele.

  • Im Einspieler-Hauptspiel muss der Spieler vorgegebene Aufgaben erfüllen, um im Spiel einen höheren Rang (Turnier) zu erreichen. Jeder Rangaufstieg wird mit virtuellem Geld vergütet, mit dem der Spieler zusätzliche computergesteuerte Mitstreiter erwerben kann. Diese bieten verschiedene Fähigkeiten und Waffen und sind hilfreich, da der Schwierigkeitsgrad mit jedem neuen Level steigt.
  • Das zweite Einzelspieler-Spiel sind die sogenannten „Deleted Scenes“ („Gelöschte Szenen“). Bei den „Deleted Scenes“ handelt es sich um einen Einzelspielermodus von Counter-Strike, welcher von Ritual Entertainment entwickelt wurde und zunächst von Valve während der Entwicklung verworfen worden war. Nach massiver Kritik durch Computerspiele-Zeitschriften wurde das Spiel jedoch zur finalen Veröffentlichung wieder eingebaut. Im Spielverlauf befindet sich der Spieler in der Rolle eines Elitesoldaten vor allem in Kriegsregionen und muss vorgegebene Missionsziele erfüllen, z. B. Geiseln retten oder Gebäude infiltrieren.

Weiterhin bietet CS:CZ auch Mehrspieler-Bots mit wählbaren Schwierigkeitsstufen. Diese erzeugen automatisch der KI dienende Wegpunkte für die Spielkarte und sind somit in jede Karte integrierbar. Auch die Intelligenz der Geiseln wurde deutlich verbessert, beispielsweise sind sie in Condition Zero auch in der Lage, Leitern zu benutzen, zu springen, sich zu ducken und selbstständig zu fliehen.

Condition Zero erreichte zwar eine gewisse Verbreitung, jedoch nie die Popularität des ursprünglichen Counter-Strike, da es im Wesentlichen eine grafische Aktualisierung darstellte. Anfang 2009 spielten nur wenige hundert Spieler gleichzeitig Condition Zero auf den öffentlichen Servern, während die Urversion Spieleranzahlen von weit über 50.000 erreichte.

Counter-Strike: Source

Counter-Strike: Source
Counter-Strike: Source
Entwickler: Valve
Publikation: 1. November 2004
Plattform(en): Windows
Engine: Source
Spielmodi: Multiplayer
Systemminima: Prozessor mit 1,2 GHz, 256 MB RAM
Medien: 1 DVD-ROM oder Download per Steam
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 16+

 

USK:
USK ab 16 freigegeben

 

Counter-Strike: Source (kurz CS:S) ist eine Umsetzung des Counter-Strike-Prinzips auf die von Valve entwickelte Source-Grafik-Engine, welche in Half-Life 2 zum Einsatz kommt. Dank der Verwendung der Havok-Physik-Engine können Ereignisse in der Spielwelt, z. B. umfallende und rollende Fässer, oder auch schwingende Seilbahnen und dergleichen realistischer dargestellt werden.

CS:S lag dem am 16. November 2004 erschienenen Half-Life 2 bei und ist im Oktober 2005 in einer neuen Verkaufsversion erschienen, welche von Electronic Arts publiziert wird und zusätzlich Day of Defeat: Source und Half-Life 2: Deathmatch enthält.

Der am 19. Januar 2005 erschienene Patch fügte Bots für CS:S hinzu, so dass das Spiel nach dem Steam-Login im Internet auch offline gegen computergesteuerte Charaktere gespielt werden kann.

Obwohl sich auch die Source-Variante von Counter-Strike großer Beliebtheit erfreute, stößt sie bei professionellen Spielern immer noch auf harsche Kritik. Vor allem das „Blocking“ durch bewegliche Gegenstände, wie zum Beispiel Tonnen und Kisten wird kritisiert, da es durch die Physik-Engine zu unkoordinierten und unbeeinflussbaren Bewegungen der Spielfigur kommen kann, wodurch ein unerwünschter Zufallseffekt entsteht. Dieses Manko ruft viel Missmut hervor und verhindert die Ablösung des „alten“, noch immer von vielen Spielern bevorzugten Counter-Strike 1.6, durch das „neue“ Counter-Strike: Source.

Ein weiterer Kritikpunkt beruht auf der Tatsache, dass durch eine große Anzahl verschiedener Varianten von Grafikeinstellungen (Schatten an/aus, Lichteffekte, High Dynamic Range Rendering) das Aussehen der Spielwelt beeinflusst werden kann und Spieler sich damit Vorteile verschaffen können. Online-Ligen wie zum Beispiel die ESL wirken hier mit Reglementierungen entgegen.

Ein weiterer schwerwiegender Kritikpunkt ist die mangelhafte Cheatbekämpfung. Zwar entwickelte Valve auch hier die Technik des Spiels mit der zweiten Version des „Valve Anticheat“ (VAC2) weiter, jedoch fehlt es an notwendiger Dynamik, so dass auf neue Arten von Cheats – wenn überhaupt – oft nur sehr verspätet reagiert wird. Unabhängige Entwicklungen wie Cheating Death sind für Counter-Strike: Source bisher nicht erschienen.

Counter-Strike Neo

Counter-Strike Neo ist eine japanische Arcade-Adaptation von Counter-Strike. Sie wurde von Namco veröffentlicht. Folgt man einem Bericht von Gamasutra, weist diese speziell für den japanischen Markt adaptierte Version einige bedeutende Unterschiede auf. Insbesondere entfernt sich die Hintergrundgeschichte von dem klassischen Terrorismus-Szenario, hin zu kulturell stärker angepassten Spielermodellen (z. B. Anime) und schließt hierbei ein „Karmasystem“ ein, welches Spieler belohnt, die Gegner direkt angehen und solche bestraft, die sich verstecken und campen.

Modifikationen

Es existieren mehrere Plug-ins für Administratoren, die, serverseitig installiert, den Charakter des Spiels grundlegend ändern oder das Spielerlebnis durch Zusatzinformationen und -Effekte beeinflussen. Einige erlauben es beispielsweise darüber abzustimmen, welche Karte als nächstes gespielt wird. Ein anderes Einsatzgebiet ist es, auf öffentlichen Servern das Stören von einzelnen Spielern zu verhindern. Server, die durch Mods größere Änderungen des Spielprinzips erfahren, weisen häufig einen Vermerk in ihrem Namen auf.

Siehe auch

  • True Combat: Elite
  • Tactical Ops
  • Rainbow Six
  • Computerspieler-Jargon
  • A Gamer’s Day

Weblinks

  • Offizielle Entwickler-Seite von Steam
  • Offizielle Counter-Strike-Seite
  • Offizielle Entwickler-Seite

Einzelnachweise

  1. GameSpy’s Top 50 Games of All Time. Gamespy, Juli 2001.: „including the most popular multiplayer action title of all time: Counter-Strike“. Abgerufen am 13. April 2009. (englisch)
  2. Counter-Strike 1.6 (PC) Preview. Gamespy, 15. Januar 2003.: „the world's most popular online action game“. Abgerufen am 13. April 2009. (englisch)
  3. Torsten Kleinz: Aktive Sportler oder unsportliche Spieler?. Elektrischer Reporter (zdf.de), 06. Februar 2009.: „‚Zirka 80 bis 85 Prozent aller E-Sportler spielen Counter-Strike‘, erklärt Frank Pinter“. Abgerufen am 13. April 2009.
  4. a b c d e Oliver Klös: Killerspiele - Die üblichen Verdächtigen. heute.de, 22. November 2006. Abgerufen am 5. April 2009.
  5. Wie Server das Spiel beeinflussen. counter-strike.de. Abgerufen am 5. April 2009.
  6. a b c d e f Counter-Strike: Geschichte. hlportal.de. Abgerufen am 5. April 2009.
  7. Les Personnages de Counter-Strike. Counter-Strike France. Abgerufen am 11. Mai 2009. (französisch)
  8. Version history. CS-Nation. Abgerufen am 6. April 2009. (englisch)
  9. a b c Statistik auf Gamespy. Gamespy. Abgerufen am 2. Mai 2009. (Archivierte Statistik)
  10. Gewalt am Bildschirm – Schießen im virtuellen Raum in: Frankfurter Rundschau Nr. 271, 21. November 2006
  11. History of the CPL – Part V. Cyberathlete Professional League. Abgerufen am 6. April 2009. (englisch)
  12. Counter-Strike: The 2007 Counter-Strike Prize Money List. GotFrag eSports. Abgerufen am 6. April 2009. (englisch)
  13. 2006 Counter-Strike Year in Review. GotFrag eSports. Abgerufen am 6. April 2009. (englisch)
  14. Half-Life: Counter-Strike. Metacritic. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  15. Best Online Game (2000). Gaming-Age.com. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  16. a b c d e f g h i j k l m Awards and Honors. Valvesoftware.com. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  17. Game Innovation Award (2001). Game Developers Choice Awards. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  18. Rookie Studio Award (2001). Game Developers Choice Awards. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  19. GameSpy’s 2001 Top 50. GameSpy. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  20. IGN’s 2003 List. IGN Entertainment. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  21. GameFAQ’s 2005 Top 100. GameFAQs.com. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  22. IGN’s 2005 List. IGN Entertainment. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  23. NoFrag’s 2007 Top 105 FPS. NoFrag.com. Abgerufen am 13. Mai 2009. (englisch)
  24. ESL-FAQ: Counter-Strike – Bugs. Electronic Sports League. Abgerufen am 5. April 2009.
  25. ESL-FAQ: Mapspezifische Bugs. Electronic Sports League. Abgerufen am 5. April 2009.
  26. Counter-Strike and cheating. ukterrorist.com. Abgerufen am 5. April 2009. (englisch)
  27. Urteilsbegründung. Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, 16. Mai 2002. Abgerufen am 5. April 2009. (PDF, Download von www.spieleratgeber-nrw.de)
  28. Überfall auf Schule endet mit Tod des Täters. NZZ Online, 20. November 2006. Abgerufen am 5. April 2009.
  29. Holger Dambeck: Meine Schule in Counter-Strike. Spiegel Online, 25.November 2006. Abgerufen am 5. April 2009.
  30. Computerspiele, Waffen und Schul-Frust. Netzzeitung, 12.März 2009. Abgerufen am 6. April 2009.
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